Grazer akademische Burschenschaft Arminia

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Start Info Die Mensur
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Die Mensur ist die persönliche Erfahrung einer Extremsituation. Die Burschenschaft Arminia pflegt die studentische Mensur, um Opportunisten auszuscheiden. Das Fechten schult die Charakterfestigkeit und ermöglicht dem Einzelnen das Kennenlernen seiner Grenzen. Es festigt und vertieft auch das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Mensurmannschaft 1886
Die Mensur hat einen langen Entwicklungsprozess hinter sich. Das Wort "Mensur" kommt von lat. mensura, was Abstand bedeutet. Damit ist der Abstand zwischen den Fechtern gemeint.
Begonnen hat das studentische Fechten im Mittelalter. Damals gab es nur wenige Universitäten in Europa und die Studenten mussten oftmals langwierige Reisen dorthin in Kauf nehmen. Auf MensurDa man damals noch keine Überweisungen tätigen konnte, führten die Studenten ihr gesamtes Bargeld für das Semester mit sich. Um sich vor Wegelagerern schützen zu können, war es den Studenten erlaubt Waffen zu tragen, was nur ihnen, den Bürgern und dem Adel vorbehalten war. Zwischen den Studenten fanden auch Duelle mit tödlichem Ausgang statt. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts setzten sich feste Regeln für das Duell durch. Im 19. Jahrhundert wurde die Mensur in ihrer heutigen Form geschaffen. Duelle fanden nur noch nach vorausgegangenen Beleidigungen statt, während die Mensur dazu diente, die Mitglieder der Studentverbindungen körperlich und geistig zu erziehen.
In Graz wird heute mit dem Korbschläger auf Grazer Schlägerbrauch gefochten. Körperstellen, die ernste Verletzungen davontragen könnten, werden dabei mit Schutzmitteln aus Leder, Kevlar oder Stahl bedeckt. Die Augen werden durch die Mensurbrille geschützt. Als Trefferfläche bleibt nur der Kopf.
 

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